07. February 2013

Zwei Beispiele aus Rudi Meisels Kurs: Das Langzeit-Fotoprojekt


30. January 2013

Ein Dorf macht Oper

Über den ollen, graubraun verputzen Stall mitten im Dorf haben sich die Initiatoren von "Dorf macht Oper" ziemlich geärgert, als sie von Berlin nach Klein Leppin zogen – in ein 70-Einwohner-Dorf im Nordwesten Brandenburgs. Zu DDR Zeiten waren die meisten Klein Leppiner im Stall beschäftigt. Nach der Wende stand er leer, das Dorf war seine Identität los und die Menschen ihre Arbeit. Fünfzehn Jahre später standen sie wieder in Gummistiefeln im Stall, misteten ihn endgültig aus und machten ihn zu ihrem Festspielhaus. Stück für Stück, Jahr für Jahr. Jeden Sommer stellt Klein Leppin eine Oper auf die Beine.

Das Langzeit-Fotoprojekt

 

Fotos von Miriam Freudig, Berlin


30. January 2013

Der Ökomarkt am Chamissoplatz in Berlin

 

"Mein Dorf in der Großstadt. An fast jedem Samstag wird er zu meinem persönlichen Ort der Entschleunigung. Besonders im Winter, wenn im schlimmsten Schneetreiben nur die Kiez-Nachbarn und keine Touristen den Weg hierher finden, um ökologisch produzierte Waren zu kaufen, am Espressostand zu verweilen, ein wärmendes Gespräch mit einem der Standbetreiber zu führen, oder einfach den Stassenmusikern zuzuhören: dann erinnert mich alles sehr an meine Zeit in diesem kleinen Dorf in Italien, wo das Gespräch über Gott und die Welt, das Leben und natürlich die Familie und die gegenseitige Wahrnehmung des Anderen im Moment des Einkaufs immer wichtiger war, als der Einkauf selbst."

Das Langzeit-Fotoprojekt

 

Fotos von Sibylle Bruehn, Berlin


11. November 2011

DEUTSCHLAND IM FOTOBUCH

Soeben erschien im Steidl Verlag das umfassende Werk "Deutschland im Fotobuch". Auf fast 500 Seiten werden dort die 273 heraus-ragendsten Fotobücher vorgestellt, die sich innerhalb der vergangenen 100 Jahre mit Deutschland beschäftigt haben. Weiter lesen...


07. November 2011

Neu im VISUM Blog

Ein Interview mit Gerhard Hagen über Architekturfotografie.

In seinem Fotoprojekt „Orte des Übergangs“ dokumentierte VISUM-Fotograf Gerhard Hagen die europäischen Außengrenzen. Sein neues Buch zeigt die Räumlichkeiten eines Atombunkers. Gerhard Hagen bewegt sich mit seinen Arbeiten außerhalb der klassischen Architekturfotografie. Weiter lesen...


13. October 2011

Ausstellung "Photographers" bei VISUM

Vernissage der Ausstellung "Photographers" in der VISUM Galerie am 2. Dezember.

Sich als Künstler mit berühmten Kollegen auseinanderzusetzen, ist an sich eine besondere Situation. VISUM-Fotografin Birgit Kleber hat sich darauf eingelassen. Für ihr Buch Photographers hat die 55jährige mehr als 50 internationale Kolleginnen und Kollegen porträtiert – Fotografen, die für die Geschichte des Mediums prägend gewesen sind. Die VISUM Galerie zeigt ab 5. Dezember eine Auswahl der Fotos.

Birgit Kleber: PHOTOGRAPHERS

05.12.2011 – 26.01.2012

Mo. bis Fr. 9 bis 18 Uhr

 

 Eröffnung:  Freitag 02.12. 2011, 19 Uhr

 Es spricht: Rainer Traube, Leiter Kultur Deutsche Welle/TV

 

VISUM Galerie

Lübecker Strasse 91 (U-Bahn: U1 und U3 „Lübecker Strasse“)

22087 Hamburg

 

Ein Interview mit Birgit Kleber über ihr Projekt können Sie nachlesen  im VISUM-Blog


06. October 2011

Erste Kurse in Hamburg und München

Guter Start der Fotoschule.

Begeistert waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten Kurse der VISUM Fotoschule. Am Wochenende fanden die ersten beiden Veranstaltungen statt. In Hamburg der Kurs "Die digitale Dunkelkammer" mit Holger Ehlert, in Müchen der Kurs "München neu entdecken" mit Benno Grieshaber.


19. September 2011

Ausstellung FOTOBILDER, kahlbrandt + kahlbrandt

Die Commerzbank im Grindelhof zeigt noch bis zum 28.10.2011 die Ausstellung FOTOBILDER unserer Referenten Margot und Gero Kahlbrandt.

Commerzbank
Grindelhof 37
20146 Hamburg
Telefon 040 . 44 14 01 80

http://www.kahlbrandt-fotodesign.de/portfolio/Seiten/fotobilder_commerzbank.html#28


29. August 2011

Ausstellung Bernd Arnold

Das Kunsthaus Rhenania in Köln zeigt im September erstmals umfangreich die Jahre 1984-2009 aus dem Langzeitprojekt „Wahlkampfrituale" von Bernd Arnold.

Die Fotografien von Bernd Arnold aus der Serie „Wahlkampfrituale" erzählen Geschichten von großen oder kleinen und oftmals verzweifelten Gesten. Seit 1986 fotografiert Bernd Arnold die Bundestagswahlkämpfe und er tut dies auf ganz eigene Art. Er wirft einen Blick hinter die Kulissen, ohne die Kulisse zu betreten. Sein Standort ist der, den auch alle anderen Fotografen einnehmen. Dennoch gibt es Bilder, die das Vertraute in einen anderen Kontext rücken. Er zeigt die mächtige Figur Helmut Kohl von unten herauf fotografiert, die zusammengeballten, gegeneinander gepressten Fäuste von Gerhard Schröder als konzentrierten Ausschnitt oder den unglücklichen, oft vom Wahl- „Kampf" gezeichneten Ausdruck in so manchem Gesicht. Politiker, die sich auf großen Bühnen in Szene setzen. Politiker, die ausdrucksstark gestikulierend, fast beschwörend auf ihre „Gemeinde" einwirken - um „ihrer Stimme" willen. Arnold hat im letzten Vierteljahrhundert zigtausende Fotografien gemacht. Über die Jahre ergibt sich so eine Zeitreise in die Inszenierungen der Rituale der Macht. Dabei bietet er mit seinen Bildern keine Dokumentation der Rituale des Wahlkampfs im neutralen Sinne, sondern eher dokumentarisch im Sinne eines zeitgenössischen Blickes auf die Inszenierung und der eigenen Position dazu. Die Struktur ist beständig und die Oberfläche ist in beständiger Veränderung. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Willy Brandt, Helmut Schmidt, Helmut Kohl, Gerhard Schröder, Angela Merkel und die Herausforderer Franz Josef Strauss, Hans Jochen Vogel, Rudolf Scharping, Oskar Lafontaine, Johannes Rau, Gregor Gysi, Joschka Fischer, Guido Westerwelle, Edmund Stoiber, Franz Müntefering und Frank Walter Steinmeier. Die Serie „Wahlkampfrituale" gehört zum Zyklus „Macht und Ritual". Dieser ist ein Blick in die gesellschaftlichen Inszenierungen der Macht. Themen waren unter anderem die katholischen Rituale in Köln, die Gipfel der Weltwirtschaft, das Halbweltmilieu und die Welt der Television mit der Frage »Ist die Erde eine Mattscheibe? Bernd Arnold ist auch Dozent an der VISUM Fotoschule. Er veranstaltet dort im November einen Workshop zum Thema Foto-Essay.

 

Wahlkampfrituale
Fotografien der Jahre 1984-2009

Vernissage: Freitag, 9. September 2011, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 9. - 25. September 2011 
Öffnungszeiten: Mittwoch-Freitag 15-19 Uhr und Samstag-Sonntag 13-18 Uhr

Special: Im Rahmen der „Rheinlesen" finden am 10.9. und 11.9.2011 Lesungen statt. 

Kunsthaus Rhenania, Bayenstrasse 28, 50678 Köln

http://www.rhenaniakunsthaus.de/ausstellung/09-09-25-09-2011-bernd-arnold-wahlkampfrituale-fotografien


22. August 2011

Marion Losse in der VISUM Galerie

In der nächsten Ausstellung zeigt die VISUM Galerie ab Oktober Fotos von Marion Losse. 

Unter dem Titel UNVERGESSEN zeigen wir Fotos aus dem gleichnamigen Buchprojekt. UNVERGESSEN ist ein Bildband über den Verlust, den Abschied und die Trauer. Sämtliche Fotos sind auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg entstanden. Die Texte und die Auswahl bereits vorhandener Texte stammen von Karime Vakilzadeh. Zu der Vernissage am 5. Oktober um 19 Uhr wird Karime Vakilzadeh die zugehörigen Texte in Ausschnitten lesen. Weitere Infos zur Vernissage folgen noch. Marion Losse ist auch Referentin der VISUM Fotoschule. Im Oktober startet ihr Kurs über konzeptionelle Fotografie.

 

Friedhof Ohlsdorf v. Marion Losse


20. August 2011

VISUM-Fotografen beim Kunstfestival STROM

Auf dem Kunstfestival STROM, das erstmalig vom 1. bis 4. September im Kölner Kunsthaus Rhenania stattfindet, werden auch Fotos der VISUM-Fotografen Bernd Arnold, Markus Lokai, Rudi Meisel, Michael Oreal und Dirk Reinartz ausgestellt. 

Das Programm des Festivals erstreckt sich über das ganze Haus und der im Hafen angedockten MS Colorado. Konzerte, Ausstellungen, Performance, Film und Tanztheater finden im Saal, in den Ateliers, innen & außen und auf dem Wasser statt. Eine Jury wird zum ersten Mal den RHENANIA KUNSTPREIS verleihen. STROM ist mehr als eine Rhenania-Werkschau. Vielmehr entsteht in Kooperation mit zahlreichen Gastkünstlern eine beeindruckende Bestandsaufnahme zeitgenössischer Kunst. Installationen, Experimentelle Musik, Jazz, Performance, Tanz, Multimedia-Kabinette, Dokumentarfilme, Skulpturen, Malerei und Fotografie verschmelzen zu einem außergewöhnlichen Kulturereignis. Das Kunsthaus Rhenania besteht seit 1987. In dem ehemaligen Getreidespeicher arbeiten zurzeit über 50 Künstler aller Gattungen. Die regelmäßige Zusammenarbeit mit Gastkünstlern und die zahlreichen Veranstaltungen prägen den offenen Charakter der Kreativschmiede. Sie gilt über die Grenzen Kölns hinaus als eine der führenden Orte des Austauschs und der Begegnung für Künstler. Weitere Infos bei www.stromfestival.de Bernd Arnold und Rudi Meisel sind auch Referenten der VISUM Fotoschule.

 

Kunstfestival STROM


19. August 2011

Landschaftsfotografie

Stitching und Stacking - wie geht das?

Zu diesen neuen Techniken in der Landschaftsfotografie findet im November ein Workshop in der VISUM Fotoschule statt. Kursleiter ist der Naturfotograf Martin Franz. Beide Techniken hatte er bereits im VISUM-Blog näher vorgestellt. Noch bis zum 16. September ist eine Auswahl seiner Fotos in der VISUM Galerie zu sehen.

 

Foto: Martin Franz


19. August 2011

Stefan Boness im FOCUS

Die nächsten Bundestagswahlen werfen ihre Schatten voraus.

Die K-Frage umtreibt die SPD. Ein Foto von den betreffenden SPD-Spitzenpolitikern wurde soeben in FOCUS abgedruckt.  Stefan Boness lebt in Berlin und ist aufmerksamer Beobachter der Bundespolitik. Seine Fotos werden in allen führenden Zeitungen und Magazinen gedruckt. Er leitet auch zwei Kurse in der VISUM Fotoschule, einen Kurs über Reportagefotografie sowie einen Mappenvorbereitungskurs. Beide Veranstaltungen finden in Berlin statt.

 

Stefan Boness


18. August 2011

Der zweite Blick

Die Aufarbeitung des eigenen Archivs stellt für Fotografen eine echte Herausforderung, mitunter auch eine Last, dar.

Im Frühjahr zeigte die VISUM Galerie „Arbeit für immer – Reportagen aus der Arbeitswelt der 70er und 80er Jahre“. Der Titel „Arbeit für immer“ könnte symbolhaft auch für die eigene Archivarbeit stehen. In einem Beitrag für denVISUM-Blog erörterten der Fotograf der Ausstellung, Wolfgang Steche, und VISUM-Geschäftsführer Alfred Büllesbach die Hintergründe der gezeigten Ausstellung. Es geht um Wirtschaftsfotografie und Wirtschaftsgeschichte, aber auch um die eigene Geschichte als Fotograf beziehungsweise die der Agentur.

 

Arbeit für immer; Wolfgang Steche


18. August 2011

Auf dem Jakobsweg

Das große Abenteuer des Mittelalters begeistert wieder und stellt selbst etablierte Strandziele in den Schatten: der Jakobsweg, der Camino de Santiago – fast 800 km von der französisch-spanischen Grenze bis zum Ziel Santiago. 

Als einzigartige Kunst- und Naturroute spannt sich dieser Pilgerweg durch Spaniens hohen Norden von den Pyrenäen bis nach Galicien. Der Jakobsweg ist ein einziges Freilichtmuseum. Kapellen und Kirchen reihen sich wie an einer Perlenschnur auf, Klöster, Kathedralen und Burgen öffnen sich als kunsthistorische Schatzkammern. Der Reisefotograf Björn Göttlicher hatte Gelegenheit, das Geschehen rund um den Jakobsweg zu beobachten. Er machte die Fotos für den Bildband "Jakobsweg", erschienen im terra magica Verlag. Eine Auswahl der Fotos können Sie hier sehen. Björn Göttlicher ist auch Referent in der VISUM Fotoschule und gibt Kurse zum Thema Reisefotografie.

 

Foto von Bjoern Goettlicher: Jakobsweg


18. August 2011

Fotografen vor der Kamera

Sich als Künstler mit berühmten Kollegen auseinanderzusetzen, ist an sich eine besondere Situation. VISUM-Fotografin Birgit Kleber hat sich darauf eingelassen. 

Für ihr gerade erschienenes Buch Photographershat die 55jährige internationale Kollegen porträtiert – Fotografen, die für die Geschichte des Mediums prägend gewesen sind. Im VISUM-Blog schildert die Fotografin die Hintergründe ihres Buchprojektes.

 

Photographers


17. August 2011

Buchbesprechung: Ein Tag Deutschland

Die Idee, dass eine größere Gruppe von Fotografen einen Tag lang ein bestimmtes Thema fotografiert ist nicht ganz neu. 

Rick Smolans Buchserie "A Day in the Life", fotografiert von ca. 200 international renommierten Fotografen u.a. in Australien, Kanada, Japan und USA war Anfang der achtziger Jahre auch kommerziell ein großer Erfolg. Mit den mehr als 400 beteiligten Fotografen (darunter 29 VISUM-Fotografen; Titelfoto von Thies Rätzke) und dem erheblich größeren Buchumfang gelingt Freelens mit "Ein Tag Deutschland" (Dpunkt Verlag, 49,90 Euro) natürlich die weitaus facettenreichere Momentaufnahme eines Landes. Der Zeitpunkt für die Veröffentlichung, rund um den 20. Jahrestag der Wiedervereinigung, hätte nicht besser gewählt werden können. 

Die Fotografen haben sich für dieses Projekt ihre Themen selber auswählen können. Präsentiert werden die Arbeiten als Einzelbilder oder als Serien auf maximal 4 Seiten. Wer es gewohnt ist, Fotobücher von vorne nach hinten durchzublättern, wird sich das für "Ein Tag Deutschland" abgewöhnen müssen. Eine Ordnungsstruktur der Bilder, sei es chronologisch (was gepasst hätte bei "Ein Tag..") oder thematisch, ist nicht erkennbar. Wahrscheinlich ist man bei einem Buchumfang von 630 Seiten davon ausgegangen, dass der Leser immer wieder in das Buch hineinblättert. Da nur Einzelbilder und kleine Serien gezeigt werden, funktioniert das auch ganz gut. Durch die vielen Reportagefotos wird der Leser beim Durchblättern laufend neue, für ihn bis dahin unbekannte Lebenswelten und Orte in Deutschland kennenlernen. Darin liegt ganz klar die Spannung des Buches. Die weitere Stärke des Buches ist in der Unterschiedlichkeit der Bildsprachen zu sehen, was dieses Buch für jeden Fotografie-Interessierten unbedingt empfehlenswert macht. 

 

Ein Tag Deutschland


Mit dem Verschwinden großer Bildstrecken in den Magazinen ist in den letzten Jahren oft vom Tod des Fotojournalismus die Rede gewesen. Mit aller Macht demonstriert die Fotografenorganisation Freelens mit diesem Buch das Gegenteil. Der Fotojournalismus lebt und das Medienecho kurz nach Erscheinen des Buches zeigt: auch das Publikum ist noch da. Das Buch unterstreicht aber auch zwei neue Entwicklungen im Fotojournalismus. Zum einen suchen Fotografen abseits der Zeitschriften neue Präsentationsformen, in diesem Fall ein Buch mit 640 Seiten, erschienen bei einem bis dato für seine Technikbücher bekannten Verlag, zum anderen verändert sich der Entstehungskontext fotojournalistischer Arbeiten. Größere Projekte werden weniger von Magazinen in Auftrag gegeben, als vielmehr von Fotojournalisten selbst initiiert. 

Ob die Bilder "erzählen, wie es in Deutschland wirklich aussieht" (Einführungstext), bleibt dahingestellt. Zunächst einmal zeigt das Buch, was 432 Berufsfotografen am 7. Mai 2010 auftragsunabhängig fotografiert haben. Wenn man beispielsweise sieht, welchen Umfang die traditionellen (und optisch interessanten) Wirtschaftsbereiche, wie Werften, Metallverarbeitung, Energieversorgung und Handwerk im Buch einnehmen und wie wenig die Digitalisierung unseres Alltags und neue Wirtschaftsformen im Buch sichtbar sind, wird deutlich, dass die Fotografen einen subjektiven Blick auf die Dinge haben und eine Bewertung des Projektes als "visuelle Bestandsaufnahme" Deutschlands zu hoch gegriffen ist. (Alfred Büllesbach)